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Technik erklärt

FI-Schutzschalter nachrüsten: Pflicht, Typen und Kosten

6 Min. Lesezeit Aktualisiert: 10. Juli 2026
FI-Schutzschalter nachrüsten: Pflicht, Typen und Kosten

Ein FI-Schutzschalter (RCD) schaltet den Strom in Sekundenbruchteilen ab, wenn er über den Körper oder eine defekte Leitung abfließt – er kann Leben retten. In Bädern, Außenbereichen und für neue Stromkreise ist er heute Pflicht. Fehlt er in Ihrer Anlage, lässt er sich nachrüsten. Was das kostet und worauf es bei den Typen ankommt, lesen Sie hier.

Was macht ein FI-Schutzschalter?

Der FI (Fehlerstrom-Schutzschalter, auch RCD) überwacht, ob genauso viel Strom zurückfließt, wie hineinfließt. Fehlen schon 30 Milliampere – etwa weil Strom über einen Menschen abfließt –, trennt er den Kreis in Millisekunden. Wichtig zu wissen: Die normale Sicherung schützt die Leitung vor Überlast, der FI schützt den Menschen vor dem Stromschlag. Beides ergänzt sich.

Typ A, B, F – welcher wofür?

Für die meisten Haushaltsstromkreise ist Typ A der Standard. Typ F ist auf Geräte mit Frequenzumrichtern ausgelegt (moderne Waschmaschinen, manche Klimageräte). Typ B erfasst auch glatte Gleichfehlerströme und ist deshalb oft bei einer Wallbox nötig – sofern die Ladestation keinen eigenen DC-Fehlerschutz mitbringt. Mehr dazu in unseren Ratgebern Wallbox installieren und Wallbox-Förderung 2026.

Wo ist der FI Pflicht?

  • Steckdosen in Bädern und Feuchträumen.
  • Steckdosen im Außenbereich und in der Garage.
  • Alle neu errichteten Stromkreise und neu gesetzten Steckdosen im Wohnbereich.
  • Anschlüsse für Wallbox und andere Ladeeinrichtungen.

Nachrüsten im Altbau

In älteren Anlagen fehlt der FI oft komplett. Das Nachrüsten ist meist unkompliziert, kann aber bei klassischer Nullung ohne separaten Schutzleiter aufwendiger werden. Sinnvoll ist es, den Schutz gleich im Zuge einer Sicherungskasten-Erneuerung mitzumachen – das erledigt unsere Sicherungskasten-Modernisierung in einem Zug.

Was kostet das Nachrüsten?

Ein einzelner FI-Schutzschalter kostet inklusive Einbau als Richtwert etwa 150 bis 300 Euro. Wird der Verteiler ohnehin modernisiert, ist der Schutz je Einheit deutlich günstiger. Den verbindlichen Festpreis nennen wir nach kurzer Besichtigung.

Der FI löst dauernd aus?

Ein vorhandener FI, der immer wieder auslöst, ist ein anderes Thema als ein fehlender FI – meist steckt ein Fehlerstrom in einem Gerät oder einer Leitung dahinter. Wie Sie den Verursacher eingrenzen, zeigt unser Ratgeber FI-Schalter löst aus. Kommen Sie nicht weiter, sind wir als Elektriker in Ihrer Nähe schnell da.

FAQ

Noch Fragen?

Brauche ich für die Wallbox einen speziellen FI?
In der Regel ja: Wallboxen benötigen einen FI vom Typ B oder eine Box mit integriertem DC-Fehlerschutz in Verbindung mit einem Typ A. Das planen wir passend zu Ihrer Ladestation.
Ist ein FI in der ganzen Wohnung Pflicht?
Für Feuchträume, Außensteckdosen und alle neuen oder geänderten Stromkreise ja. Ältere Bestandsanlagen genießen teils Bestandsschutz – nachrüsten ist aber dringend zu empfehlen.
Was kostet ein FI-Schutzschalter mit Einbau?
Als Richtwert rund 150 bis 300 Euro für einen einzelnen FI. Im Rahmen einer Verteiler-Modernisierung wird es pro Einheit günstiger.
Was ist der Unterschied zwischen FI und Sicherung?
Die Sicherung schützt die Leitung vor Überlast und Kurzschluss, der FI schützt den Menschen vor gefährlichem Stromschlag. Beide sind wichtig und ergänzen sich.
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